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1. Die Schlacht um die Seelower Höhen
Im April 1945 steht der Zweite Weltkrieg kurz vor seinem Ende.
Die Nazi-Partei regiert Deutschland.
Das ist die Partei von Adolf Hitler.
Die Nazis und ihre Helfer tun schlimme Dinge.
Sie tun das in Deutschland und auch in anderen Ländern.
Die Gegner der Nazis wollen sie besiegen.
Die Nazis wollen aber an der Macht bleiben.
So drängen sie die Menschen weiter zu kämpfen.
Das ist die Situation am 16. April 1945.
An dem Tag beginnt die Schlacht.
Die polnische und die Rote Armee kämpfen gegen die deutsche Armee.
Das Schlachtfeld ist sehr ausgedehnt.
Es reicht vom Tal der Oder bis Berlin.
Die Seelower Höhen befinden sich dazwischen.
Die Höhen sehen aus wie ein langer Hügel.
Die deutsche Armee verteidigt diesen Hügel.
Er ist ein großes Hindernis für jeden Gegner.
Berlin ist das eigentliche Ziel der Roten Armee.
Das ist die deutsche Hauptstadt.
Von dort regieren die Nazis das Land.
Die deutsche Armee soll Berlin schützen.
Sie soll die Rote Armee an den Seelower Höhen stoppen.
Beide Seiten kämpfen mit Soldaten, Panzern, Kanonen und Flugzeugen.
Die Rote Armee hat viel mehr Waffen und Soldaten.
Darum gewinnt die Rote Armee die Schlacht.
Sehr viele Soldaten sterben oder werden verletzt.
Danach erobert die Rote Armee Berlin.
Die deutsche Seite gibt auf.
Die Soldaten hören auf zu kämpfen.
Die Sowjet-Union und ihre Partner gewinnen den Krieg.
Der Zweite Weltkrieg ist in Europa zu Ende.
Im Tal der Oder sind viele Dörfer zerstört.
Zerstörte Fahrzeuge stehen auf Straßen und Feldern.
Granaten und Bomben stecken im Boden.
Manche davon sind immer noch gefährlich.
Überall liegen Tote.
Die Rote Armee legt deshalb viele Friedhöfe an.
Dort bestattet sie ihre Toten.
Ein Friedhof entsteht in der Stadt Seelow.
Diesen Friedhof gestaltet sie besonders.
Eine große Statue steht in seiner Mitte.
Hier sollen Besucher gedenken.
Aber nur den Toten der Roten Armee.
Die toten deutschen Soldaten liegen auf den Friedhöfen der Nachbarorte.
Bis heute findet man aber nicht alle Toten.
2. Die Geschichte der Gedenkstätte
Seit 1945 existiert die Denkmal-Anlage auf den Seelower Höhen.
Sie umfasst
• eine Statue.
• einen Soldatenfriedhof.
• und einen Aussichtspunkt.
Um 1970 beschließen Politiker, die Denkmal-Anlage zu erweitern.
Arbeiter bauen die Anlage größer.
Es entstehen:
• ein Museum.
• ein Parkplatz für Besucher.
• ein weiteres Gebäude für Besucher und Mitarbeiter.
• und ein zentraler Platz.
Auf dem Platz stehen:
• ein Panzer.
• ein Raketenwerfer.
• zwei Kanonen.
• ein Granatwerfer.
Damit entsteht die „Gedenkstätte der Befreiung auf den Seelower Höhen“.
Die Politiker geben der Gedenkstätte eine Aufgabe.
Hier sollen Besucher bestimmte Dinge lernen.
Unter anderem:
• Die Rote Armee befreit Deutschland und Europa von den Nazis.
• Die Soldaten der Roten Armee sind mutig und tapfer.
• Die Menschen aus Ost-Deutschland und der Sowjet-Union sind Freunde.
• Der Frieden muss von den Menschen beschützt werden.
Ab 1990 ändert sich vieles.
Die alten Politiker sind weg.
Die Gedenkstätte hat keine Aufgabe mehr.
Die Gedenkstätte muss sich ändern.
Und über ihre frühere Aufgabe nachdenken.
Das dauert bis heute an.
3. Museum und Ausstellungen
Im Museum erklären:
• Texte
• Bilder
• Karten
• Gegenstände
• Filme
die Schlacht und die Geschichte der Gedenkstätte.
Die Ausstellung ist in drei Kapitel unterteilt:
• Wie die Kämpfe von der Oder nach Berlin verlaufen
• Warum die Gedenkstätte entsteht
• Wie sich die Aufgabe der Gedenkstätte wandelt
4. Weitere Angebote
• Es gibt Führungen.
• Es gibt Sonder-Ausstellungen, Veranstaltungen und Schul-Projekte.
• Besucher können im Archiv forschen.
• Im Außen-Bereich stehen Tafeln. Sie erklären auf Deutsch und Englisch die Schlacht und die Gedenkstätte.
5. Preise
Die Außenanlage ist immer gratis.
Museumseintritt:
• Erwachsene: 5 €
• Ermäßigte: 3 €
• Kinder bis 18 Jahre: frei
Führungen:
• 45 Minuten: 10 € für Erwachsene, 7 € für Ermäßigte
• 90 Minuten: 90 € für eine Gruppe von Erwachsenen, 45 € für eine Gruppe von Ermäßigten
Die exakte Preisliste findet man auf:
https://seelowerhoehen.de/content/Entgeltordnung_Museen_endg_011123_161123.pdf